Open Access Button Relaunch

Eines meiner Lieblingsprojekte, der Open Access Button, vermeldete gute Nachrichten. Denn im Rahmen der gerade stattfindenden Open Access Week gaben David und Joseph den Relaunch bekannt.

Wir erinnern uns: Der Open Access Button ist ursprünglich als Browser-Bookmarklet an den Start gegangen mit dem Nutzer vermelden konnten (via Twitter oder Facebook), wenn sie in eine Paywall liefen, der wissenschaftliche Artikel der Begierde also nur gegen Bezahlung einsehbar war. Man wollte damit mehr Aufmerksamkeit und Bewusstsein für das Thema schaffen und verdeutlichen wie oft das vorkommt. Diese Meldungen wurden dann auf einer Weltkarte vermerkt – immerhin ein Anfang, denn die ganze Open Access/Closed Access Problematik lässt sich einfach selten wirklich gut visualisieren.

Vor einiger Zeit plante das Team rund um die beiden Studenten dann die Erweiterung der Funktionalitäten des Buttons und startete eine Crowdfunding-Projekt um ein bißchen Geld für die anstehende Arbeit einzusammeln. Obwohl das gesteckte Ziel von 20.000 GBP zu nur 11% erreicht wurde, hat das Team dennoch mit der Arbeit angefangen, u.a. im Rahmen der Mozilla Science Initiative.

Was dabei herauskam präsentierten die beiden Gründer gestern in London. Und es sieht gar nicht schlecht aus.

Man hat nicht nur an der Optik der eigenen Website gearbeitet, sondern auch das Bookmarklet poliert, Browser-Plugins entwickelt, einen Blog eingerichtet, und vor allem die Funktionen erweitert. Denn der Open Access Button ist mittlerweile mehr als nur ein Button, er bietet Apps und entwickelt sich zur Community. Und genau das macht das Projekt spannend.

Man kann sich nunmehr mit einem eigenen Profil beim Open Access Button registrieren. Damit bietet sich dem Nutzer die Möglichkeit die gemeldeten Paper auf die man nicht zugreifen konnte im eigenen Profil zu hinterlegen.

OAButton_Relaunch_Home

Wie mit der Information verfahren wird, lässt sich auf der Website nachlesen:

How it works

The key functions of the Open Access Button are finding free research, making more research available and also advocacy. Here’s how each works.

Finding free papers

Research published in journals that require you to pay to read can sometimes be accessed free in other places. These other copies are often very similar to the published version, but may lack nice formatting or be a version prior to peer review. These copies can be found in research repositories, on authors websites and many other places because they’re archived. To find these versions we identify the paper a user needs and effectively search on Google Scholar and CORE to find these copies and link them to the users.

Making more research, or information about papers available

If a free copy isn’t available we aim to make one. This is not a simple task and so we have to use a few different innovative strategies. First, we email the author of the research and ask them to make a copy of the research available – once they do this we’ll send it to everyone who needs it. Second, we create pages for each paper needed which, if shared, viewed, and linked to an author could see and provide their paper on. Third, we’re building ways to find associated information about a paper such as the facts contained, comments from people who’ve read it, related information and lay summaries.

Die Info ob das Paper irgendwo frei erhältlich ist, liefert das Bookmarklet instantan zurück:

OAButton_Relaunch_Bookmarklet

Für mich sieht das nach einem soliden Wurf aus, der vielleicht an der einen oder anderen Stelle noch hakt, aber eine vielversprechende Erweiterung des Open Access Button ist. Eine ausführliche Beschreibung der neuen Funktionen kann man sich im Hangout-Mitschnitt der gestrigen Präsentation in London anschauen, oder im begleitenden Blogpost.

An dieser Stelle schon einmal „Congrats!“ an das Team hinter dem Relaunch!