Open Science Monthly Sum-Up Dezember 2014

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Der monatliche Open Science Sum-Up ist eine Zusammenfassung des vergangenen Monats und bietet eine kleine Aussicht ins nächste hinein: Weltweit, in Österreich, in Deutschland und zu openscienceASAP.org. Dieser Sum-Up ist zuerst auf openscienceASAP.org erschienen.

Der letzte Monat im Rückblick

Wir verzichten unsererseits auf einen Jahresrückblick und verweisen stattdessen auf:

Mozilla will Fähigkeitslücken bei Open Science schließen. Dafür wurde ein Förderprogramm initiiert, mit dem Ziel, Kompetenzen für kollaborative, effiziente, und reproduzierbare Wissenschaft einer breiteren Masse zu vermitteln. Dazu gehören auch Trainingsprogramme für Open Science und datenintensive Forschung.

Open Science 31C3. Vernetzung und Austausch gab es im Workshop der Open Science AG von Open Knowledge auf dem Chaos Communication Congress. Dabei wurden viele Facetten angesprochen, und die Einbettung in andere gesellschaftliche Prozesse diskutiert.

Die Dateiendung als vorletzte Hürde. Proprietäre Formate stehen einer einfachen Nutzung und Veröffentlichung im Weg, und sind dennoch bevorzugte Wahl großer Publisher.

Im Rahmen des deutschen Wissenschaftsjahres „Digitale Gesellschaft“ fand ein Webinar zum Thema „Knowledge Sharing in Science“ statt. Die Vorträge und die Diskussion mit Alexander Gerber, Muthu Madhan und Peter Kraker gibt es (nach einer Registrierung beim Alumniportal) zum Nachsehen.

1 Million Artikel in 23 Jahren. Pünktlich zum Jahresende wurde der 1 millionste Artikel auf arXiv.org hochgeladen.

Indien macht einen großen Schritt Richtung Open Access. Die zwei größten Forschungsförderer verlangen die Hinterlegung in öffentlichen Repositorien, inklusive Metadaten und ergänzendem Material. Während Daten noch nicht explizit verlangt werden, ist man sich dieses Trends bewusst. Interessant ist auch die Rückwirksamkeit der Policy für die Jahre 2012 und 2013.

Open (Research) Data sind die nächste Stufe der Öffnung. Besonders im englischsprachigen Raum wird Open Access auch für alle digitalen Ergebnisse zunehmend verpflichtend. Das kommt Plattformen wie figshare natürlich sehr gelegen, ist aber auch für Projekte wie e-infrastructures relevant.

Qualität und Bedeutung sind nicht das Gleiche. Eine Studie über Peer Review ergab, dass zwar schlechte Einreichungen abgelehnt wurden, gute aber auch – welche sich im Nachhinein als wegweisende Artikel erwiesen. Nicht nur wurde eine große Zahl an Manuskripten ohne jegliche Peer Review zurückgeschickt, auch 12 der 14 meist zitierten erlitten dieses Schicksal.

Ein Blick nach Vorne

Die i-KNOW wird 2015 von 21.-23.10. in Graz stattfinden. Im vor kurzem veröffentlichten Call for Papers findet sich wieder ein eigener Track zu Science 2.0 und Open Science.