Open Science Links vom 31.01.2017

Meine Linkempfehlungen vom 31.01.2017:

  • Blacklists are technically infeasible, practically unreliable and unethical. Period. – Treffender Text von Cameron Neylon zum Thema "Blacklists", also jenen Listen die wissenschaftliche Journale mit "zweifelhaftem Praktiken" verzeichnen. Oft (und gerade bei der bekannten "List of Predatory Journals" von Jeffrey Beall – die seit Kurzem verschwunden ist) sind die Listen nach ebenso zweifelhaften, und nicht selten willkürlichen Methoden zusammengestellt. Cameron Neylon hält solchen Listen für unpassend, unethisch und nicht verlässlich.
  • Kommentar: Erfolg und Niederlage von Open Access | heise online – Ulrich Herb mit einem kurzen Kommentar zum Stand von Open Access, denn noch immer gibt es auch im Open Access Bereich noch viel Geld für die großen Wissenschaftsverlage zu holen. Money Quote: "Studien schätzen den Open-Access-Anteil an wissenschaftlichen Artikeln derzeit auf gerade einmal zehn bis zwanzig Prozent. Knapp die Hälfte davon stammt von nur drei Verlagen: Elsevier, Springer Nature und Wiley. Die üblichen Verdächtigen haben den Markt also weiterhin im Griff…Will man dies ändern, sollte man nicht überhöhte Artikelgebühren kommerzieller Verlage finanzieren, sondern community-getriebene Open-Access-Angebote wie die epi-journals der Mathematik. …"
  • Creative Commons will globale Organisation werden – Mit der CC 4.0 Lizenz gibt es ja bereits nur noch eine globale Lizenz, die bisher existierenden lokalen Portierungen gibt es in der Version 4.0 nicht mehr. Nun will Creative Commons den organisatorischen Schritt in die selbe Richtung nachziehen und zu einer globalen Organisation werden. Dazu gibt es einen Vorschlag zur Neuordnung, der zur Kommentierung öffentlich zugänglich ist. Spannender Move, der allerdings nicht leicht werden dürfte. Man darf gespannt sein.
  • The gag reflex: Trump info shutdowns at US science agencies, especially EPA – Tabitha M. Powledge mit einem erschreckenden Blick auf die jüngsten wissenschaftsbezogenen Entwicklungen in den USA. Sie endet mit "good grief" und dem ist wenig hinzuzufügen.
  • Wem gehört das Wissen? – Der Streit der Wissenschaftscommunity mit den Fachverlagen – Hörenswerte Diskussion im DLF rund um den Publikationspfad – Open Access, oder klassischer Fachverlag (mit Subskriptionsmodell). Teilnehmer der Diskussion sind Ulrich Herb (Informationswissenschaftler und Open Access Experte der Uni Saarbrücken), Anna Lena van Beek (Doktorandin und Dozentin an der Universität Hamburg) und Christoph Schönberger (Jura-Professor an der Uni Konstanz, der gegen die Open Access Regelung seiner Hochschule klagt).
  • OSR062 A rising tide lifts all boats [DE] – Unsere erste Folge Open Science Radio ist gestern erschienen. Wir behandeln allerlei Themen, u.a. Jeffrey Beall’s List of Predatory Journals, Positionspapiere zu Open Science von OECD und FSFE, den Referentenentwurf zum Wissenschaftsurheberrecht, Auseinandersetzungen mit Elsevier, (Open) Peer Review, fehlende DOI’s und die jüngsten (wissenschaftsbezogenen) Ereignissen in den USA.